Warum Unternehmen resilient sein sollten

Immer öfter höre ich, dass Unternehmen sich Gedanken darüber machen, ihre Mitarbeiter in Bezug auf Resilienz zu schulen. Dabei geht es meistens darum die Widerstandsfähigkeiten der Mitarbeiter zu stärken, um psychischen Belastungsfolgen begegnen zu können.

Viel zu oft ist Resilienz dann nur ein Schlagwort, bei dem nur wenige wissen, was sich überhaupt dahinter verbirgt.

Julia Scharnhorst definiert in ihrem Buch „Burnout“, Resilienz folgendermaßen:

…die Fähigkeit, widerstandsfähig gegenüber äußeren Belastungen und Krisensituationen zu sein und sie ohne anhaltende Beeinträchtigung durchzustehen. Resilienz ist die Fähigkeit, sich angesichts andauernder Belastungen, Widrigkeiten, Traumata oder Tragödien anzupassen und zu erholen.“

(Quelle: „Burnout“ Scharnhorst, 2012, S. 210) Weiterlesen

So führen Sie das Betriebliche Gesundheitsmanagement ein

Erfreulicherweise möchten immer mehr Unternehmen und Organisationen das betriebliche Gesundheitsmanagement einführen. Das neue Gesetz zur Gefährdungsbeurteilung, dass neuerdings besonderen Wert darauf legt, dass auch die Gefährdungsbeurteilung der psychischen Faktoren durchgeführt wird, spielt da sicherlich eine wesentliche Rolle. Doch es gibt auch viele andere gute Gründe, sich intensiv mit einem guten Konzept zum Gesundheitsmanagement zu befassen:

  • Hohe Fehlzeiten
  • Wachsende Probleme, gute Fachkräfte zu rekrutieren
  • Eine hohe Zahl an langzeiterkrankten im Betrieb
  • Leistungsstarke Mitarbeiter zu binden.
  • Hohe Mitarbeiterfluktuation

 

Ich würde zwar niemandem raten, ein Standard-Vorgehen zu wählen, trotzdem hat sich wie auch bei anderen betrieblichen Prozessen eine bestimmte Vorgehensweise bewährt.

Unser ZS-Prozessmodell zeigt, in welchen Phasen das betriebliche Gesundheitsmanagement eingeführt werden kann:

BGM Prozessmodell Überblick

  • Als erstes gründen Sie eine Steuerungsgruppe „BGM“ (Betriebliches Gesundheitsmanagement) und formulierte für das gesamte Unternehmen Gesundheitsziele
  • Anschließend sollte eine Analysephase stattfinden, sollten schon andere Ergebnisse, z.B. im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung der psychischen Faktoren oder auch andere Befragungen rund um die Gesundheit am Arbeitsplatz vorliegen können diese in diesem Projektabschnitt mit berücksichtigt werden.
  • Gemeinsam mit allen Arbeitsbereichen und Teams werden nun Vorschläge für passende Maßnahmen erarbeitet.
  • Die Steuerungsgruppe legte einen auf 1 Jahr festgelegten Maßnahmenplan fest. Er umfasst möglicherweise Bewegungsangebote für die Pausen, Workshops zur Verbesserung der Kommunikation, Schulungen zum gesundheitsgerechten Führungsstil oder kleinere Veränderungen in Arbeitsablaufprozessen.
  • 1 Jahr später evaluiert die Steuerungsgruppe alle durchgeführten Maßnahmen und führt eine erneute Befragung durch. So kann die Effektivität der Maßnahmen überprüft werden.

 

ZS Consult GmbH beim BDP-Kongress Wirtschaftspsychologie

Alle zwei Jahre organisiert der Berufsverband der deutschen Psychologinnen und Psychologen den BDP-Kongress Wirtschaftspsychologie. Wie schon in den letzten Jahren beteiligen wir uns mit einem Workshop. Ute Zander stellt am 16.05. in Göttingen vor, wie Gesundheits-Coaching das betriebliche Gesundheitsmanagement in Unternehmen unterstützen kann. Es geht einerseits darum, konkrete Vorgehensweisen, Methoden und Inhalte eines Gesundheitscoachings vorzustellen und andererseits soll diskutiert werden, wie ein Gesundheits-Coaching sinnvoll mit anderen Maßnahmen wie Schulungen, Workshops oder Gesundheitsanalysen kombiniert werden kann. Der Blick in die Praxis zeigt, dass die Beratungsform „Gesundheits-Coaching“ sehr unterschiedlich eingesetzt wird: von der Externen Mitarbeiterberatung bis hin zur individuellen Burn-Out-Prophylaxe. Ute Zanders Workshop zeigt auf, wie Unternehmen hier systematisch planen und vorgehen können.

Außerdem möchten wir auf den aktuellen BDP-Flyer der Kampagne „Gesunde Arbeit“ hinweisen. Der 13. Flyer der Info-Serie, die mit Unterstützung von Ute Zander regelmäßig wichtige Informationen rund um Vorgehensweisen und Methoden des betrieblichen Gesundheitsmanagements herausgibt, steht zum Download zur Verfügung. Dieses Mal geht es um Instrumente im BGM. Lesen Sie, wie Sie vorgehen können, wenn Sie Fehlzeiten analysieren möchten oder ein passendes Instrument für eine Gefährdungsanalyse suchen.

http://www.bdp-verband.de/bdp/archiv/gesunde-arbeit/

LIEBSTER AWARD

Herzlichen Dank an meine geschätzte Kollegin Alexandra Gerstner, die mich für die Nominierung zum Liebster Award vorgeschlagen hat. Über die Nominierung habe ich mich sehr gefreut und so habe ich dann auch direkt zugesagt.liebster2

Meine Kollegin Alexandra Gerstner hat mir 11 spannende Fragen zu meinem Blog gestellt, die ich hier beantworten möchte.

  1. Wie haben Sie zu Ihrem Thema gefunden?

Das war zunächst reiner Zufall: Eine Kollegin hielt einen Vortrag über betriebliches Gesundheitsmanagement und plötzlich erkannte ich, dass hier meine Interessen an der persönlichen und betrieblichen Weiterentwicklung meiner Kunden optimal verbinden kann. Denn immer dann wenn es um die eigene Gesundheit geht, fühlen sich Mitarbeiter und Führungskräfte nicht nur funktional und in ihrer Rolle sondern auch höchstpersönlich angesprochen. Das finde ich spannend – und spricht mich auch ganz persönlich an. Als Beraterin einen Beitrag zur Gesunderhaltung leisten zu können, finde ich besonders wertvoll. Weiterlesen