So führen Sie das Betriebliche Gesundheitsmanagement ein

Erfreulicherweise möchten immer mehr Unternehmen und Organisationen das betriebliche Gesundheitsmanagement einführen. Das neue Gesetz zur Gefährdungsbeurteilung, dass neuerdings besonderen Wert darauf legt, dass auch die Gefährdungsbeurteilung der psychischen Faktoren durchgeführt wird, spielt da sicherlich eine wesentliche Rolle. Doch es gibt auch viele andere gute Gründe, sich intensiv mit einem guten Konzept zum Gesundheitsmanagement zu befassen:

  • Hohe Fehlzeiten
  • Wachsende Probleme, gute Fachkräfte zu rekrutieren
  • Eine hohe Zahl an langzeiterkrankten im Betrieb
  • Leistungsstarke Mitarbeiter zu binden.
  • Hohe Mitarbeiterfluktuation

 

Ich würde zwar niemandem raten, ein Standard-Vorgehen zu wählen, trotzdem hat sich wie auch bei anderen betrieblichen Prozessen eine bestimmte Vorgehensweise bewährt.

Unser ZS-Prozessmodell zeigt, in welchen Phasen das betriebliche Gesundheitsmanagement eingeführt werden kann:

BGM Prozessmodell Überblick

  • Als erstes gründen Sie eine Steuerungsgruppe „BGM“ (Betriebliches Gesundheitsmanagement) und formulierte für das gesamte Unternehmen Gesundheitsziele
  • Anschließend sollte eine Analysephase stattfinden, sollten schon andere Ergebnisse, z.B. im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung der psychischen Faktoren oder auch andere Befragungen rund um die Gesundheit am Arbeitsplatz vorliegen können diese in diesem Projektabschnitt mit berücksichtigt werden.
  • Gemeinsam mit allen Arbeitsbereichen und Teams werden nun Vorschläge für passende Maßnahmen erarbeitet.
  • Die Steuerungsgruppe legte einen auf 1 Jahr festgelegten Maßnahmenplan fest. Er umfasst möglicherweise Bewegungsangebote für die Pausen, Workshops zur Verbesserung der Kommunikation, Schulungen zum gesundheitsgerechten Führungsstil oder kleinere Veränderungen in Arbeitsablaufprozessen.
  • 1 Jahr später evaluiert die Steuerungsgruppe alle durchgeführten Maßnahmen und führt eine erneute Befragung durch. So kann die Effektivität der Maßnahmen überprüft werden.

 

ZS Consult GmbH beim BDP-Kongress Wirtschaftspsychologie

Alle zwei Jahre organisiert der Berufsverband der deutschen Psychologinnen und Psychologen den BDP-Kongress Wirtschaftspsychologie. Wie schon in den letzten Jahren beteiligen wir uns mit einem Workshop. Ute Zander stellt am 16.05. in Göttingen vor, wie Gesundheits-Coaching das betriebliche Gesundheitsmanagement in Unternehmen unterstützen kann. Es geht einerseits darum, konkrete Vorgehensweisen, Methoden und Inhalte eines Gesundheitscoachings vorzustellen und andererseits soll diskutiert werden, wie ein Gesundheits-Coaching sinnvoll mit anderen Maßnahmen wie Schulungen, Workshops oder Gesundheitsanalysen kombiniert werden kann. Der Blick in die Praxis zeigt, dass die Beratungsform „Gesundheits-Coaching“ sehr unterschiedlich eingesetzt wird: von der Externen Mitarbeiterberatung bis hin zur individuellen Burn-Out-Prophylaxe. Ute Zanders Workshop zeigt auf, wie Unternehmen hier systematisch planen und vorgehen können.

Außerdem möchten wir auf den aktuellen BDP-Flyer der Kampagne „Gesunde Arbeit“ hinweisen. Der 13. Flyer der Info-Serie, die mit Unterstützung von Ute Zander regelmäßig wichtige Informationen rund um Vorgehensweisen und Methoden des betrieblichen Gesundheitsmanagements herausgibt, steht zum Download zur Verfügung. Dieses Mal geht es um Instrumente im BGM. Lesen Sie, wie Sie vorgehen können, wenn Sie Fehlzeiten analysieren möchten oder ein passendes Instrument für eine Gefährdungsanalyse suchen.

http://www.bdp-verband.de/bdp/archiv/gesunde-arbeit/

LIEBSTER AWARD

Herzlichen Dank an meine geschätzte Kollegin Alexandra Gerstner, die mich für die Nominierung zum Liebster Award vorgeschlagen hat. Über die Nominierung habe ich mich sehr gefreut und so habe ich dann auch direkt zugesagt.liebster2

Meine Kollegin Alexandra Gerstner hat mir 11 spannende Fragen zu meinem Blog gestellt, die ich hier beantworten möchte.

  1. Wie haben Sie zu Ihrem Thema gefunden?

Das war zunächst reiner Zufall: Eine Kollegin hielt einen Vortrag über betriebliches Gesundheitsmanagement und plötzlich erkannte ich, dass hier meine Interessen an der persönlichen und betrieblichen Weiterentwicklung meiner Kunden optimal verbinden kann. Denn immer dann wenn es um die eigene Gesundheit geht, fühlen sich Mitarbeiter und Führungskräfte nicht nur funktional und in ihrer Rolle sondern auch höchstpersönlich angesprochen. Das finde ich spannend – und spricht mich auch ganz persönlich an. Als Beraterin einen Beitrag zur Gesunderhaltung leisten zu können, finde ich besonders wertvoll. Weiterlesen

Leistung oder Gesundheit?

warum es sich für Unternehmen lohnt, das Betriebliche Gesundheitsmanagement einzuführen

Vor einigen Monaten sprach ich mit dem Geschäftsführer eines mittelständischen IT-Unternehmens über gesundheitsfördernde Maßnahmen in seinem Unternehmen. „Ich bin mir nicht sicher, was das jetzt bringen soll“, äußerte er seine Bedenken, „Eigentlich bräuchten wir viel dringender ein, zwei neue Kunden. Und außerdem: wenn meine Mitarbeiter sich nur noch um ihre Entspannung kümmern, leisten die ja gar nichts mehr.“

Sind Leistung und Gesundheit wirklich ein Widerspruch? Stimmt es, dass Mitarbeiter, die gesund und entspannt sind, keine Lust mehr haben, zu arbeiten?

Ich glaube, dass diese Befürchtung in Zeiten dramatisch anwachsender Zahlen rund um psychische Belastungen am Arbeitsplatz und einer allgemeinen Leistungsverdichtung überholt ist.

So veröffentlichte die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) im Juli dieses Jahres neueste Forschungsergebnisse zu zusätzlichen Belastungen am Arbeitsplatz, die durch Restrukturierungen ausgelöst wurden. Die ausgewerteten Daten der insgesamt 20.000 befragten Erwerbstätigen zeigen deutlich, dass Unternehmen, die sich in einem Prozess der Restrukturierung befinden, die psychische Belastung und auch gesundheitliche Beschwerden gestiegen sind.

Vergleich Zunahmen

Es gibt viele Anlässe, sich um die Gesundheit im eigenen Betrieb zu kümmern. Die nachgewiesene Belastung und Gefährdung durch Restrukturierungen ist sicherlich nur ein guter Grund, sich um Betriebliches Gesundheitsmanagement zu kümmern. Nicht nur diese Untersuchungen zeigen, dass heutzutage der Leitgedanke „Je gesünder desto leistungsfähiger“ gilt. Aus diesem Grund investieren immer mehr in die Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Ähnlich wie beim Qualitätsmanagement geht es dabei um die strategische Einführung von Prozessen und Maßnahmen, die sowohl die Gesunderhaltung als auch die Leistungsfähigkeit der Organisation gewährleisten.

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