{"id":266,"date":"2014-03-14T10:56:01","date_gmt":"2014-03-14T08:56:01","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zsconsult.de\/?p=266"},"modified":"2014-03-14T11:06:19","modified_gmt":"2014-03-14T09:06:19","slug":"teil-1-mehr-energie-tanken-wenn-sie-staendig-erschoepft-sind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zsconsult.de\/?p=266","title":{"rendered":"Teil 1 &#8211; Mehr Energie tanken &#8211; Wenn Sie st\u00e4ndig ersch\u00f6pft sind"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Montagmorgen 2.30: mit einem Schlag ist Gitta hellwach. Gerade mal drei Stunden hat sie geschlafen. Das Gespr\u00e4ch mit Frank, ihrem Chef war pl\u00f6tzlich wieder in ihrem Kopf. Seit Tagen qu\u00e4lt sich die Teamleiterin Controlling einer gro\u00dfen deutschen Bank damit, den Quartalsbericht rechtzeitig fertigzustellen. Und ausgerechnet jetzt, wo ihre Nerven bis zum Zerrei\u00dfen gespannt sind, erw\u00e4hnt Frank ganz beil\u00e4ufig, wie wichtig die p\u00fcnktliche Berichtsabgabe sei. \u201eDamit steht und f\u00e4llt dein erfolgreicher Einstieg als Teamleiterin in der Bank. Unruhig w\u00e4lzt sie sich hin und her. Zwecklos, in vier Stunden muss sie topfit und ausgeruht sein. Denn morgen wird ein besonders harter Tag werden. Erstens muss der Quartalsbericht fertig werden und zweitens muss Gitta im Vorstandsmeeting ein wichtiges statement pr\u00e4sentieren. Allein der Gedanke daran bringt ihren Herzschlag zum Rasen.\u00a0 \u201eDu musst dich beruhigen und schnell wieder einschlafen\u201c. Fast automatisch greift sie zu den Schlaftabletten, die auf ihrem Nachtschrank liegen. Nur ganz kurz denkt sie daran, dass sie seit Wochen ohne diese Tabletten gar nicht mehr schlafen kann. \u201eWenn der Bericht erst mal fertig ist\u201c, beruhigt sie sich, h\u00f6r ich mit den Tabletten wieder auf.\u201c Bis dahin hofft sie, wieder neue Kraft tanken zu k\u00f6nnen. Denn die fehlt ihr im Moment am meisten, die Kraft, das alles durchzustehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Der gr\u00f6\u00dfte Energie-R\u00e4uber sind Sie selbst<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine wichtige Aufgabe zu \u00fcbernehmen ist sch\u00f6n. Voller Elan m\u00f6chte man zeigen, was man drauf hat. Doch wenn jeden Tag neue Aufgaben zu dem eh schon anspruchsvollen Tagespensum dazu kommen und der Arbeitsberg von Woche zu Woche gr\u00f6\u00dfer wird, dann fragen Sie s ich vielleicht: \u201eBin ich wirklich der Richtige f\u00fcr diesen Job?\u201c Jeden Morgen bem\u00fchen Sie sich, alles zu Ende zu bringen und alles richtig zu machen, aber genau dieses sinnlose Unterfangen raubt einem doch die meiste Energie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Energiereserven, die zun\u00e4chst unersch\u00f6pflich schienen, sind irgendwann aufgebraucht. Und wenn Sie genauer hinschauen, merken Sie, dass einige Situationen besonders viel Kraft kosten. Da ist der langsame Kollege, dem Sie alles dreimal erkl\u00e4ren m\u00fcssen, bevor er die Aufgabe richtig erledigt. Oder die st\u00e4ndigen Anrufe, die Sie mitten aus einer hochkonzentrierten Denkaufgabe rei\u00dfen. Anschlie\u00dfend fangen Sie m\u00fchsam wieder von vorne an. Wenn Sie nach einiger Zeit Bilanz ziehen, merken Sie, dass einige T\u00e4tigkeiten energieraubender sind als andere. Andersherum gibt es Situationen, die Ihnen trotz viel Arbeitsaufwand auch Energie spenden. Wie h\u00e4ngt das alles zusammen? Schauen Sie sich das Energie-Modell im kommenden Abschnitt einmal genau an. Sie werden erkennen, dass Sie mehr f\u00fcr einen ausgeglichenen Energie-Haushalt tun k\u00f6nnen als Sie denken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Ausgewogene Bilanz<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stellen Sie sich vor, all die Energien, die Sie tagt\u00e4glich brauchen, bef\u00e4nden sich in einem gro\u00dfen Fass. Stellen Sie sich weiter vor, dass von oben Kraft-spendende Energien wie Wasser in einen gro\u00dfen Topf zuflie\u00dfen k\u00f6nnen und es leider weiter unten L\u00f6cher gibt, aus denen wertvolle Energien wieder herausflie\u00dfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_271\" aria-describedby=\"caption-attachment-271\" style=\"width: 680px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/blog.zsconsult.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Energiefass.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-271 \" alt=\"Energiefass\" src=\"http:\/\/blog.zsconsult.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Energiefass-1024x868.jpg\" width=\"680\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/blog.zsconsult.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Energiefass-1024x868.jpg 1024w, https:\/\/blog.zsconsult.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Energiefass-300x254.jpg 300w, https:\/\/blog.zsconsult.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Energiefass.jpg 1198w\" sizes=\"auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-271\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 1 Das Energiefass<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b><i>Achten Sie darauf, dass Ihr Energie-Haushalt ausgeglichen bleibt.<\/i><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist sehr erstaunlich, dass gerade die unspektakul\u00e4ren Dinge im Leben unseren Energiehaushalt positiv beeinflussen k\u00f6nnen. Das kann ein erholsamer Schlaf, eine zufriedenstellende Freizeitaktivit\u00e4t, aber auch das wohlverdiente Lob ihres Chefs sein. Nat\u00fcrlich gibt es auch T\u00e4tigkeiten, die Energie kosten. Da ist zun\u00e4chst die Arbeit an sich, die Energien verbraucht. Am Ende eines langen Arbeitstages f\u00fchlt sich jeder rechtschaffen m\u00fcde und m\u00f6chte sich ausruhen, um neue Kraft zu sch\u00f6pfen. Wer sich jetzt gut entspannen kann oder ein Hobby hat, was ihm Spa\u00df macht, f\u00fcllt sein Energiefass ganz automatisch wieder auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch es gibt auch Situationen, die au\u00dferplanm\u00e4\u00dfig viel Energie rauben. Das kann ein ungel\u00f6ster Konflikt mit einem Kollegen oder die fehlende Anerkennung vom Vorgesetzten sein. Oft schl\u00e4gt ein \u00fcbertriebener Leistungsanspruch an sich selbst gro\u00dfe L\u00f6cher ins eigene Energiefass. Viele Menschen merken gar nicht, wie viele L\u00f6cher sie unn\u00f6tigerweise in ihr Energiefass schlagen. Zwar merken sie, dass ihre Energien st\u00e4ndig verbraucht sind, aber sie finden daf\u00fcr keine Erkl\u00e4rung. Dass ihre eigene Energieverschwendung selbst verursachen, kommt ihnen gar nicht in den Sinn.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch Gitta hat ohne es zu merken, ein zus\u00e4tzliches gro\u00dfes Loch in ihr Energiefass geschlagen. Ihr gr\u00f6\u00dfter Energiefresser ist ihr ausgepr\u00e4gtes Bed\u00fcrfnis nach Anerkennung. Mehr als andere braucht sie die Best\u00e4tigung von Kollegen und Vorgesetzten. Und daf\u00fcr tut sie fast alles. Nicht nur, dass sie es allen Recht machen will. Nur in der gr\u00f6\u00dften Not holt sie sich Unterst\u00fctzung von den Kollegen. Am liebsten aber macht sie alles allein. So sorgt sie ohne es zu merken f\u00fcr zwei\u00a0 L\u00f6cher im Tank. Leider gibt es aufgrund der hohen Arbeitsbelastung wenig Ausgleich. Denn um die Job-Aufgaben auch erledigen zu k\u00f6nnen, sagt sie alles ab, was ihr neue Energien zuf\u00fchren k\u00f6nnte: Freunde treffen, faulenzen, Spa\u00df haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber die Anerkennung vom Chef und von den Kollegen, die k\u00f6nnte sie doch noch aufbauen, oder? Leider nein, denn mittlerweile finden es alle ganz selbstverst\u00e4ndlich, dass Gitta so viel arbeitet und dass sie alles allein macht. Ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass das lange gut geht. Wenn Gitta so weiter macht, steuert sie geradewegs auf ein Burn-Out -Syndrom zu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um aus diesem Negativ-Kreislauf herauszukommen, muss Gitta ihren Energie-Haushalt ganz anders steuern. Bevor ich Ihnen erkl\u00e4re, wie das funktioniert, gehen wir aber erst mal einen Schritt zur\u00fcck um zu verstehen, wie das Bed\u00fcrfnis nach Anerkennung beim Menschen \u00fcberhaupt entsteht. Denn eines steht fest: anerkannt zu werden ist ganz nat\u00fcrlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Grundnahrungsmittel f\u00fcr die Seele<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vom ersten Lebensmoment an brauchen wir Anerkennung. Sie gibt uns die Gewissheit, dass andere uns so wie wir sind akzeptieren. Erst dann f\u00fchlen wir uns stark genug, die Welt zu erobern und uns in ihr einen guten Platz zu sichern. So haben Hirnforscher in den letzten Jahren nachgewiesen, dass Liebe, Wertsch\u00e4tzung und Akzeptanz sich positiv auf die intellektuelle Entwicklung auswirken. Wie \u00d6l im Getriebe sorgen sie daf\u00fcr, dass wichtige neuronale Prozesse in Gang gesetzt werden. Wer ausreichend mit Anerkennung und Wertsch\u00e4tzung ausgestattet wurde, ist dann sp\u00e4ter eher bereit, sich gro\u00dfe Ziele zu setzen und die Schwierigkeiten auf dem Weg dorthin zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jemand, der in seiner Kindheit besonders wenig Anerkennung erfahren hat, \u00a0\u00fcbertr\u00e4gt dieses Mangelgef\u00fchl automatisch auf andere Situationen. Wie ein Springteufel taucht der Hunger nach Anerkennung dann in allen Lebenslagen wieder auf. Ob als Mutter, Vorgesetzte, Lehrer, Freund, immer sticht die Wunde der fehlenden Anerkennung. In so einem Fall tun Menschen alles daf\u00fcr, um die Sehnsucht zu stillen. Sehr h\u00e4ufig bietet sich der Job als idealer Schauplatz f\u00fcr Nachholbed\u00fcrftige an. Und so wundert es nicht, dass Menschen sich halb tot arbeiten, um das Lob ihres Vorgesetzten zu h\u00f6ren. Sie machen das nicht, weil sie die Anerkennung als Fachkraft bekommen m\u00f6chten, sondern weil sie insgeheim die fehlende Anerkennung aus ihrer Kindheit nachholen m\u00f6chten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gitta geht es ebenso. Wenn Frank mal wieder betont wie wichtig die p\u00fcnktliche und fehlerfreie Abgabe des Quartalsberichts f\u00fcr ihre Karriere als Teamleiterin ist, dann springt in ihrem Innern ein Motor an, der mit hoher Drehzahl daf\u00fcr arbeitet, diese Erwartung zu erf\u00fcllen, um daf\u00fcr die ersehnte Anerkennung zu bekommen. Dass sie stattdessen den Riesen-Anspruch, der da an sie gestellt wird, in Frage stellen k\u00f6nnte, kommt ihr gar nicht in den Sinn. Noch weniger, dass ihr jemand bei der Erledigung dieser anspruchsvollen Aufgabe behilflich sein k\u00f6nnte. Gitta ist es gewohnt, blind zu funktionieren, wenn ihr jemand Anerkennung in Aussicht stellt. Solche und \u00e4hnliche Reaktionsmuster hat jeder Mensch. Bei Gitta ist dieses grundlegende Verhaltensmuster folgenderma\u00dfen entstanden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Wie Mangelerscheinungen entstehen<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Motor, der bei Gitta immer wieder anspringt, hatte fr\u00fcher, in ihrer Kindheit, durchaus seine Berechtigung. Denn als sie noch ein kleines M\u00e4dchen war, so ca. neun Jahre alt, da war es f\u00fcr sie notwendig, um das kleinste Bisschen Anerkennung zu k\u00e4mpfen. Damals wuchs sie mit ihren zwei Geschwistern und ihren Eltern in einer s\u00fcddeutschen Kleinstadt auf. Ihr Vater, ein Tischlermeister mit eigenem Betrieb hatte hart gearbeitet, um die Familie ern\u00e4hren zu k\u00f6nnen. Gittas Mutter hatte ihren Beruf als Friseurin nach der Geburt von Markus, dem \u00e4ltesten Sohn, aufgegeben. Vor allem deswegen, weil Markus so schwierig war, ein richtiges Problemkind. Um ihn musste sich die Mutter besonders intensiv k\u00fcmmern. Wie gut, dass wenigstens Gitta pflegeleicht und recht fr\u00fch selbst\u00e4ndig war. Denn als zwei Jahre nach Gitta ihre kleine Schwester Martina geboren wurde, ging der \u00c4rger wieder los. Tina entpuppte sich auf eine ganz andere Art und Weise als schwierig: sie hatte st\u00e4ndig Widerworte und spurte nur, wenn man ihr gut zuredete. Wenn die Mutter \u00fcberhaupt mal Kraft und Zeit hatte, sich mit Gitta zu besch\u00e4ftigen, dann nur, weil Gitta unter Beweis gestellt hatte, wie selbst\u00e4ndig sie war. Ihre Hausaufgaben erledigte sie allein, ihre Probleme l\u00f6ste sie allein und irgendwann konnte Gitta sich auch allein tr\u00f6sten, wenn sie traurig war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Merken Sie was? Da hat sich ganz fr\u00fch ein durchaus erfolgreiches Bew\u00e4ltigungsmuster entwickelt, ganz nach dem Motto \u201eWenn es wenig (Anerkennung) gibt, dann werde ich eben gen\u00fcgsam.\u201c So funktioniert das aber auf die Dauer nicht, denn Anerkennung ist ein menschliches Grundbed\u00fcrfnis, das man sich nicht abtrainieren kann. Man kann es einige Jahre oder Jahrzehnte verdr\u00e4ngen, aber wenn die Notsituation vorbei ist, taucht es wie ein Bumerang wieder auf und fordert seine Rechte ein. Das gro\u00dfe Bed\u00fcrfnis nach Anerkennung und die Gewohnheit, sich daf\u00fcr besonders anzustrengen, sp\u00fcrt Gitta heute immer noch. Sie schuftet und schuftet und merkt gar nicht, dass sie die Anerkennung, die sie sucht, gar nicht bekommt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Gl\u00fcck gibt es noch die Schlafst\u00f6rungen, den Medikamentenmissbrauch und den totalen Ersch\u00f6pfungszustand. Anderenfalls w\u00fcrde Gitta nicht auffallen, das in ihrem Leben etwas nicht stimmt. Genau diese Schw\u00e4che, das Gef\u00fchl ausgelaugt zu sein, sollte ihr jetzt den Ansto\u00df geben, etwas zu \u00e4ndern. Anstatt immer weiter sinnlos um Anerkennung zu k\u00e4mpfen, kann sie wie David die Situation so akzeptieren wie sie ist. Und das bedeutet, sich damit abzufinden, dass sie ihre Riesen-Portion Anerkennung von ihrem Chef nicht bekommen kann. Erst wenn Gitta diese Erkenntnis akzeptiert, kann sie erkennen, was sie stattdessen tun kann. Sie kann sich die Anerkennung n\u00e4mlich selbst geben. So kann sie, wie David im Kampf gegen Goliath, ihre Schw\u00e4che in eine St\u00e4rke umwandeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist gar nicht so schwer, sich selbst mehr zu achten und wert zu sch\u00e4tzen. Meist sind es tagt\u00e4gliche Kleinigkeiten, die einem selbst ein gutes Gef\u00fchl geben und dazu f\u00fchren, sich wertvoll und anerkannt zu f\u00fchlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im folgenden Abschnitt stelle ich Ihnen vor, wie Sie Ihrer Seele eine Anerkennungs-Vitamin-Kur\u00a0 g\u00f6nnen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Wie Mangelerscheinungen vergehen<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zuerst sollten Sie nach dem Prinzip <b>Selbstversorgung <\/b>vorgehen. Das bedeutet, dass Sie sich das, was Sie von den anderen nicht bekommen, eben selbst geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kaufen Sie sich ein besonders sch\u00f6nes Erfolgs- oder Anerkennungs-Buch. Fangen Sie an einem x-beliebigen Montag an, jeden Tag drei Dinge aufzuschreiben, die Ihnen heute besonders gut gelungen sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn Sie m\u00f6chten, k\u00f6nnen Sie drei anerkennenswerte Dinge im Job suchen oder drei anerkennenswerte Dinge im Privatleben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schreiben Sie zum Beispiel: Heute habe ich dem schwierigen Kunden Meyer ein besonders gutes Angebot machen k\u00f6nnen. Oder: heute abend habe ich mir die Zeit genommen, meiner Tochter zum Einschlafen eine sch\u00f6ne Geschichte vorzulesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich g\u00e4be es rein theoretisch auch negative Dinge \u2013 Misserfolge \u2013 die Sie notieren k\u00f6nnten. Aber wozu? Was man falsch macht, h\u00e4lt man sich doch sowieso schon st\u00e4ndig vor. Was uns gut gelingt, in der strengen Selbstkritik meist unter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das zweite wichtige Prinzip hei\u00dft <b>Anerkennung s\u00e4en und ernten<\/b>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anerkennung und Wertsch\u00e4tzung sind wie Unkraut \u2013 einmal verstreut verbreiten sie sich wuchernd und fl\u00e4chendeckend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fangen Sie einfach an. Erwischen Sie Ihre Kollegen, Mitarbeiter, Vorgesetzten dabei, dass Ihnen etwas gut gelungen ist. Sprechen Sie es aus. Zum Beispiel so:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e Ich habe Dir gerade beim Telefonieren zugeh\u00f6rt. Wie Du mit Herrn Schulze sprichst, gef\u00e4llt mir gut. Ich glaube, das k\u00f6nnte ich auch mal ausprobieren.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e Ich habe mich gefreut, dass Sie mir doch noch den Urlaub bewilligt haben. Es tut gut, einen Chef zu haben, der daran denkt, dass wir auch noch eine Familie haben.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das dritte Prinzip der Anerkennungs-Kur hei\u00dft <b>Anerkennung einfordern<\/b>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Denn wenn Sie trotz aller Bem\u00fchungen keine Anerkennung bekommen, dann warten Sie nicht, bis sie innerlich verhungert oder vertrocknet sind, sondern holen Sie sich, was Sie brauchen: gehen Sie zu Ihrem Chef oder Ihrem Kollegen und bitten Sie um Feedback. Zum Beispiel so:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e Frau Brinkmann, wir arbeiten jetzt seit 1 Jahr in diesem Projekt. Wie finden Sie unsere Zusammenarbeit? Was gef\u00e4llt Ihnen daran und was sollten wir in Zukunft ver\u00e4ndern?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Achten Sie immer darauf, dass Ihr Gespr\u00e4chspartner dann nicht nur kritisiert, sondern auch lobt. Vielen Menschen ist es unangenehm, anderen Mitmenschen was Nettes zu sagen. Das liegt meist nicht daran, dass Ihnen nichts einf\u00e4llt, sondern dass sie es nicht aussprechen k\u00f6nne. Sagen Sie dann: \u201eKlar, ich k\u00f6nnte manchmal genauer hingucken, aber was gef\u00e4llt Ihnen dann an unserer Zusammenarbeit?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Oder:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eAchim, du bist jetzt sein 1 Jahr unser Teamleiter. Was ist dir an mir als Mitarbeiterin so aufgefallen? Was mache ich gut und was k\u00f6nnte ich noch besser machen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich m\u00fcssen Sie auch damit rechnen, dass ein ehrliches Feedback auch\u00a0 Kritik beinhaltet. Aber wenn diese Kritik fair ausgesprochen wird, hilft sie Ihnen, aus eigenen Fehlern zu lernen. So gesehen, ist auch Kritik eine wichtige Form der Anerkennung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Auskuriert<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der letzte Punkt \u201eAnerkennung einfordern\u201c ist f\u00fcr\u00a0 Gitta der wichtigste. Daher wird sie Frank sofort um ein Feedbackgespr\u00e4ch bitten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Drei Wochen sp\u00e4ter ist es soweit. Mit klopfendem Herzen betritt Gitta Franks B\u00fcro. Frank hat sich auf das Feedback-Gespr\u00e4ch gut vorbereitet. \u201eDu bist eine meiner besten Mitarbeiterinnen\u201c sagt Frank. \u201eWie du dich hier einsetzt, ist unschlagbar.\u201c Gitta ist sehr erleichtert, das zu h\u00f6ren. Insgeheim hatte sie mit dem Schlimmsten gerechnet. Noch kurz vor dem Gespr\u00e4ch waren ihr etliche Fehler eingefallen, die ihr in letzter Zeit unterlaufen waren. Umso \u00fcberraschter ist Gitta, das die Kritik aus einer ganz anderen Ecke kommt: \u201e Aber um deine Gesundheit mache ich mir Sorgen. In letzter Zeit bist du die erste, die kommt und die letzte, die geht. Du machst einen ersch\u00f6pften Eindruck auf mich. Ich sehe dich gar nicht mehr lachen. Kein einziges Mal stehst du mit den Kollegen irgendwo herum und nimmst dir die Zeit f\u00fcr einen kurzen Plausch. Alles, was man dir auftr\u00e4gt, nimmst du auch an. Warum sagst du nicht auch mal Nein? Ich kann dir nur einen guten Rat geben: sieh das alles nicht so verbissen. Wenn du wirklich Teamleiterin werden willst, muss du lernen, mit deinen Kr\u00e4ften besser hauszuhalten.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gitta wei\u00df, dass Frank Recht hat. Und obwohl es unangenehm war, auf diese Art und Weise kritisiert zu werden, ist sie erleichtert. Denn Frank hat ihr gezeigt, dass er sich ganz genau mit den St\u00e4rken und Schw\u00e4chen ihrer Person auseinander gesetzt hat. Und das ist ja auch eine Form von Anerkennung \u2013 vielleicht ist die sogar noch wertvoller als ein einfaches Lob.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Montagmorgen 2.30: mit einem Schlag ist Gitta hellwach. Gerade mal drei Stunden hat sie geschlafen. Das Gespr\u00e4ch mit Frank, ihrem Chef war pl\u00f6tzlich wieder in ihrem Kopf. Seit Tagen qu\u00e4lt sich die Teamleiterin Controlling einer gro\u00dfen deutschen Bank damit, den Quartalsbericht rechtzeitig fertigzustellen. Und ausgerechnet jetzt, wo ihre Nerven bis zum Zerrei\u00dfen gespannt sind, erw\u00e4hnt [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[49],"tags":[14,43,17,27,26],"class_list":["post-266","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-self-coaching","tag-beduerfnisse","tag-energie","tag-perfektionismus","tag-stress","tag-work-life-balance"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.zsconsult.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/266","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.zsconsult.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.zsconsult.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zsconsult.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zsconsult.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=266"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/blog.zsconsult.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/266\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":273,"href":"https:\/\/blog.zsconsult.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/266\/revisions\/273"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.zsconsult.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=266"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zsconsult.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=266"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zsconsult.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=266"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}