EM Fokus

Die richtigen Gedanken im richtigen Moment 

Leistungssportler vollbringen Höchstleistungen, ohne daran zu zerbrechen. Sie sind darauf trainiert in Wettkampfsituationen Ihre Gedanken  zu kontrollieren. Falsche Impulse im Kopf, gerade in dem Moment, auf den es die ganze Zeit ankommt, können im Leistungssport und auch gerade im Fußball Karrieren zerstören.

Fußball EM

Presserummel im Nationalmannschaftsquartier. Viele Fragen prasseln auf die Spieler ein. „Werden Sie gegen Italien gewinnen? Die Statistik sagt, dass hat noch nie geklappt.“ oder „Der verschossene Elfmeter im letzten Spiel, wie kommen Sie damit zurecht?“.

Und danach soll man Höchstleistungen bringen?

Die Lösung im modernen Fußball ist häufig die Gedankenwelt von negativen Einflüssen zu befreien. Nicht an die hemmenden Faktoren zu denken, sondern das dem Ziel förderliche in den Vordergrund zu stellen. Diese Methode heißt auch „Mentales Training“ (Mayer & Hermann, 2009, Eberspächer, 2007). Mittlerweile betreibt fast jeder erfolgreiche Leistungssportler diese oder ähnliche Mentalstrategien, um in unserer vernetzten Medienwelt bestehen zu können. Ohne diese Hilfe kann  sich das ständige bewusstwerden der alten Fehler oder  Schwächen nur negativ auf die Leistung auswirken.

Aber gibt es auch Situationen, in denen wir „normale Menschen“ stecken, bei denen es auf die gleichen Fähigkeiten ankommt? Es gibt für Jeden den ganz persönlichen Höhepunkt, bei dem die Leistung stimmen muss. Für den Einen,  ist es das Schreiben einer Klausur, die alles verändern kann. Für den Anderen, die Präsentation vor Fachpublikum, die das zukünftige Berufsleben beeinflussen wird.

In jedem Fall ist die mentale Fokussierung auf die positiven Gedanken enorm wichtig – das Konzentrieren auf das, was uns dem Ziel näher bringt. Und nicht auf die Probleme, die auftreten könnten oder das, was uns hindern könnte das Ziel zu erreichen. Die richtigen Gedanken im richtigen Moment lassen das Ziel ein bisschen näher rücken.

Vielleicht so?

„Ich freue mich drauf, gleich richtig gut zu sein.“

Oder

„Ich habe mich genug vorbereitet und weiß, dass ich das jetzt schaffe.“

Oder

„Ich kann mich auf meine Stärken verlassen.“

Veröffentlicht von Jochen Hauth

Junior Berater und Co-Moderator bei ZS Consult GmbH

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