Tag 3. Sie lassen sich zu schnell von anderen ausnutzen

Wundern Sie sich manchmal, dass immer Sie es sind, die im Team die unliebsamen Aufgaben erledigt? Ganz gleich, ob es um die Urlaubsplanung, das lästige Protokoll schreiben oder das Arbeiten am Brückentag geht – immer bleibt es an Ihnen hängen.

Vielen Menschen, die sich chronisch ausgenutzt fühlen, fällt es schwer, eigene Ansprüche anzumelden und durchzusetzen. Anstatt die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen, konzentrieren sie sich lieber auf die Bedürfnisse und Interessen der Kollegen. Was die anderen wollen ist oft einfacher zu sehen als das, was man selbst will. Diese Einseitigkeit wird leider schnell ausgenutzt. Ihre Fähigkeit, Bedürfnisse von anderen schnell zu erkennen, sollten Sie ab sofort auf sich selbst anwenden.

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Drehen Sie den Spieß einfach um. Nicht die Bedürfnisse der anderen stehen ab heute im Mittelpunkt, sondern auch die eigenen. Erstellen Sie Ihre persönliche Bedürfnis-Liste, und achten Sie darauf, den Kollegen mindestens einmal pro Tag zu erzählen, was Sie wollen.

Zum Beispiel so:

„Den Brückentag vor Pfingsten möchte ich dieses Jahr frei haben.“

„Nächste Woche Freitag werde ich pünktlich gehen, weil ich zum Sport gehe.“

„Wenn ich mit Kunden telefoniere, bin ich gerne ungestört. Ich mag es nicht, wenn die Kollegen zuhören.“

Am besten erzählen Sie von Ihren Bedürfnissen und Interessen, bevor sie von anderen in Frage gestellt werden. Wenn Sie öfter berichten, was Sie mögen und nicht mögen, wundert es keinen mehr, wenn Sie im kritischen Moment nicht zur Verfügung stehen. Sie haben es ja schließlich lange genug angekündigt.

Denken Sie daran, dass Hilfsbereitschaft und die Fähigkeit, die Bedürfnisse der anderen im Blick zu haben, eine großartige Stärke ist. Nur dann, wenn Sie Ihre eigenen Bedürfnisse dabei aus dem Auge verlieren, wird Ihre Hilfsbereitschaft von anderen ausgenutzt.

Veröffentlicht von Ute Zander

Geschäftsführerin von ZS Consult GmbH - www.zsconsult.de

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