Tag 5. Sie haben an allem was auszusetzen

Gehören Sie zu denjenigen Menschen, die immer ein Haar in der Suppe finden? Die Präsentation war zu langweilig, der Kollege redet zu viel, Ihr Chef kann sich nicht durchsetzen und die Geschäftsführung hätte schon lange umstrukturieren müssen.

Junge blondine mit Lupe

Wenn Sie an allem etwas auszusetzten haben, machen Sie sich bei anderen schnell unbeliebt. Auch wenn ihre Kritik Hand und Fuß hat, auf Dauer stehen Sie als chronischer Nörgler da, dem keiner mehr zuhört.

Ständiges Rumgemecker ist auch die Fähigkeit, Kritik zu äußern. Wenn Sie diese Schwäche als Stärke nutzen möchten, sollten Sie sich angewöhnen, positive und negative Kritik zu äußern. Ganz nach dem Motto „Wo Schatten ist, ist auch Licht“, sollten Sie ab morgen immer dann, wenn Sie an jemandem etwas auszusetzen haben, auch etwas Positives sagen.

Das funktioniert mit dem 3-Stufen-Feedback sehr gut:

  1. Stufe: Behalte bei…: sagen Sie Ihrem Gegenüber etwas, was Ihnen an ihm/ihr gefällt. Das kann eine Verhaltensweise oder eine persönliche Eigenschaft sein.
  2. Zeige mehr von…: sagen Sie Ihrem Gegenüber, was er noch mehr als bisher tun könnte. Häufiger pünktlich sein, den anderen öfter ausreden lassen oder noch öfter so wie gestern ruhig bleiben, wenn der Kunde ausflippt. Mit der Stufe 2 weisen Sie auf Potenziale hin, die weiter ausgebaut werden können.
  3. Zeige weniger von…: auf der dritten und letzten Stufe können Sie ihre eigentlichen Kritikpunkte unterbringen. Achten Sie darauf, immer anhand von konkreten Beispielen zu argumentieren.

Beim 3-Stufen-Feedback kommt es auf die Reihenfolge an. Wenn Sie zunächst das Positive an anderen erwähnt haben, wird es Ihnen keiner übel nehmen, wenn Sie auch noch Kritisches erwähnen möchten. Wenn es Ihnen gelingt, sowohl das Positive als auch das Negative zu erkennen, können Sie Ihre Fähigkeit, Situationen und Menschen genau zu beobachten, als wahre Stärke nutzen. Erst dann, wenn Sie beides sehen können, werden Sie als geschätzter Ratgeber von anderen gefragt sein.

Veröffentlicht von Ute Zander

Geschäftsführerin von ZS Consult GmbH - www.zsconsult.de

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