Leistung oder Gesundheit?

warum es sich für Unternehmen lohnt, das Betriebliche Gesundheitsmanagement einzuführen

Vor einigen Monaten sprach ich mit dem Geschäftsführer eines mittelständischen IT-Unternehmens über gesundheitsfördernde Maßnahmen in seinem Unternehmen. „Ich bin mir nicht sicher, was das jetzt bringen soll“, äußerte er seine Bedenken, „Eigentlich bräuchten wir viel dringender ein, zwei neue Kunden. Und außerdem: wenn meine Mitarbeiter sich nur noch um ihre Entspannung kümmern, leisten die ja gar nichts mehr.“

Sind Leistung und Gesundheit wirklich ein Widerspruch? Stimmt es, dass Mitarbeiter, die gesund und entspannt sind, keine Lust mehr haben, zu arbeiten?

Ich glaube, dass diese Befürchtung in Zeiten dramatisch anwachsender Zahlen rund um psychische Belastungen am Arbeitsplatz und einer allgemeinen Leistungsverdichtung überholt ist.

So veröffentlichte die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) im Juli dieses Jahres neueste Forschungsergebnisse zu zusätzlichen Belastungen am Arbeitsplatz, die durch Restrukturierungen ausgelöst wurden. Die ausgewerteten Daten der insgesamt 20.000 befragten Erwerbstätigen zeigen deutlich, dass Unternehmen, die sich in einem Prozess der Restrukturierung befinden, die psychische Belastung und auch gesundheitliche Beschwerden gestiegen sind.

Vergleich Zunahmen

Es gibt viele Anlässe, sich um die Gesundheit im eigenen Betrieb zu kümmern. Die nachgewiesene Belastung und Gefährdung durch Restrukturierungen ist sicherlich nur ein guter Grund, sich um Betriebliches Gesundheitsmanagement zu kümmern. Nicht nur diese Untersuchungen zeigen, dass heutzutage der Leitgedanke „Je gesünder desto leistungsfähiger“ gilt. Aus diesem Grund investieren immer mehr in die Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Ähnlich wie beim Qualitätsmanagement geht es dabei um die strategische Einführung von Prozessen und Maßnahmen, die sowohl die Gesunderhaltung als auch die Leistungsfähigkeit der Organisation gewährleisten.

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Problem Langzeiterkrankung – wie können Betriebe Mitarbeiter erfolgreich eingliedern?

Dass Mitarbeiter/-innen wegen einer Erkrankung im Unternehmen mal ausfallen ist normal. Doch oft fehlen Langzeiterkrankte wochen- oder monatelang. Manchmal ist die genaue Krankheitsursache gar nicht bekannt. In einigen Fällen kehren Kollegen mit einer chronischen Erkrankung an den Arbeitsplatz zurück. Dann muss geklärt werden, inwiefern der Mitarbeiter dauerhaft eingeschränkt ist und ob die ursprüngliche Arbeitsaufgabe überhaupt noch ausgeübt werden kann. Besonders heikel wird es für viele Führungskräfte und Personalverantwortliche, wenn es um psychisch erkrankte Mitarbeiter/-innen geht. Wie kann dann eine erfolgreiche Wieder-Eingliederung überhaupt aussehen? Ist überhaupt noch davon auszugehen, dass man mit einer psychischen Erkrankung wieder voll leistungsfähig ist? Weiterlesen

Teil 7 – Nie mehr jammern – wenn Sie zufriedener sein möchten.

Immer wenn Menschen aufeinander treffen und sich unterhalten, passiert es wieder. Vielleicht im Supermarkt oder abends auf einer Grillparty. Man beschwert sich. Über das Wetter, über den Chef oder darüber, dass der Nachbar den Rasen nie mäht. Über den Kollegen, der so faul ist oder die Bedienung im Cafe, die letzte Woche so unfreundlich war. Sich beschweren macht Spaß und es macht leicht, weil man endlich Dampf ablassen kann.

Leider bleibt es aber auch dabei. Für viel mehr ist das Beschweren nicht gut. Denn wenn richtige Konflikte auftauchen, kommen wir mit den Beschwerden nicht weiter. Im Gegenteil. Wir machen es noch schlimmer. Daher geht es in diesem Kapitel darum, wie Sie einen Konflikt lösen und auf die Beschwerden verzichten. Ich möchte Ihnen zunächst zeigen, warum Beschwerden Konflikte verschlimmern, anschließend stelle ich Ihnen eine gute Methode vor, wie Sie ihre Beschwerden in konstruktive Anliegen umformulieren können. Sie werden sehen, wie Sie auf diese Art und Weise den Ausweg aus festgefahrenen Konflikten finden. Weiterlesen

Teil 6 – So setzen Sie sich durch!

Neulich erzählte mir eine gute Bekannte, sie sei als Dreizehnjährige als einziges Mädchen in eine Jungsklasse umgeschult worden. Was für eine knifflige Situation, weder das Mädchen noch die Jungs wussten, wie sie sich verhalten sollten. Die Jungs lösten das auf ihre Art und Weise. In jeder 5-Minuten-Pause griffen sie zu ihren Pusteröhrchen und beschossen die Mitschülerin mit ihrer Papierkugel-Munition. Lange Zeit sah das Mädchen keine andere Lösung, als sich unter dem Tisch zu verstecken und abzuwarten, bis der Angriff vorbei war. So konnte es auf Dauer natürlich nicht weitergehen. Aber die 13-jährige hatte keine Idee, wie sie der männlichen Dominanz anders begegnen könnte als mit totaler Defensive. Insgeheim befürchtete sie, die Jungs könnten noch aggressiver werden, wenn sie sich verteidigen würde. Weiterlesen