Und im Neuen Jahr vor allem Gesundheit…warum die Wirtschaft mehr Corporate Health braucht

Wenn da nicht die Pandemie wäre, könnte man sich direkt freuen, dass der Begriff „Gesundheit“ so an Bedeutung gewonnen hat. Durch Covid 19 ist uns bewusst geworden, wie fragil unsere körperliche Unversehrtheit ist und nach fast einem Jahr Pandemie-Krise spüren immer mehr Menschen, dass der Lock-Down, die Einschränkungen und die wirtschaftliche Not, die für viele Berufsgruppen und Branchen entstanden ist, auch psychisch belastend sein kann.

Umso wichtiger, dass immer mehr Menschen darauf achten, in der Krise mental gesund zu bleiben, sich etwas einfallen lassen, um trotz Einschränkungen soziale Kontakte aufrecht zu erhalten.

Und viele Diskussionen rund um verbesserte Arbeitsbedingungen in der Pflege und auch generell in unserem Gesundheitssystem deuten darauf hin, dass Fragen zur Verhältnisprävention ebenfalls Fahrt aufnehmen.

Deshalb beschäftigen sich immer mehr Firmen und Organisationen damit, wie Sie ihre Mitarbeitenden unterstützen können, gesund zu bleiben – und zwar sowohl körperlich, als auch mental und sozial! 

Mein Kollege Dr. Raimund Schwendner und ich werden in diesem Jahr (Start im Mai) das Thema Gesundheit wie all die Jahre zuvor im Blick behalten. Wir haben für Berater*innen, Coaches, Führungskräfte, Fachexperten im betrieblichen Gesundheitsmanagement und für Organisationsentwickler*innen eine Weiterbildung konzipiert, die alle relevanten Themen von Corporate Health und einem zukunftsorientierten Gesundheitsbegriff aufgreifen:

  • (Organisationale und persönliche) Reslienz in der VUCA-Welt
  • Gesunde Führung
  • Gesunderhaltung durch Konfliktlösungskompetenz und einen lösungsorientierten Umgang mit Dilemmata
  • Change and Health.

https://istob-zentrum.de/kompakt-weiterbildung-corporatehealth4-0/

https://www.istob-aka.de/organisationsentwicklung/#corporate-health

Führungs-know-how für Teamleiter*innen

Teamleiter*innen wachsen sehr oft in ihre Position einfach so hinein. Meistens waren sie vorher Kolleg*innen und haben dann – nicht selten aus einer personellen Not heraus – den Job übernommen. Die Führungsaufgaben, die sie jetzt ausfüllen müssen/dürfen regeln sie meist „aus dem Bauch heraus“. Meiner Erfahrung nach funktioniert das oft sehr gut.

Aber dann gibt es meistens einen Moment oder eine Situation, in der das „aus dem Bauch heraus“-Handeln misslingt. Spätestens dann können Teamleiter*innen die Chance ergreifen, ihre Leitungs-/Führungskompetenzen weiterzuentwickeln.

Folgende Themen interessieren vor allem Teamleiter*innen:

  • Wie sorge ich für ein gutes Teamklima, bzw. wie kann ich ein Team gezielt aufbauen?
  • Wie gehe ich mit Konflikten im Team um?
  • Wie verhalte ich mich in Situationen, in denen die Führung über mir Ziele setzt, die mein Team ablehnt?

Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge wirkt sich das Führungsverhalten der Teamleiter*innen (dazu zählen u.a. auch die Meister in den Produktionshallen, Projektleiter*innen und die Stationsleiter*innen in den Krankenhäusern) unmittelbar auf das Leistungsverhalten, die Leistungsmotivation und die Gesundheit der Mitarbeitenden aus. Ein gutes Team- und Leistungsklima entsteht also durch ein gutes Führungsverhalten der Teamleiter*innen.

Unser Seminarangebot „Lösungsorientiert leiten und kommunizieren in Projekten und Teams“ bereitet Team- und Projektleiter*innen auf diese wichtigen Aufgaben vor: https://www.zsconsult.de/index.php/seminare1/inhouse/weiterbildung-teamleiter-innen.html

Neue Führung jetzt!

Führen auf Sicht ist im Moment angesagt. Keiner weiß genau, wie sich die Wirtschaft, unsere Gesundheit, unser Arbeitsplatz in Zukunft entwickeln wird.

Natürlich verunsichert uns das – aber ich sehe auch viele Chancen für positive Veränderungen, wenn es gelingt, einige Denkgewohnheiten kritisch zu hinterfragen, um komplexe Probleme anders als bisher zu lösen.

Und wieder einmal geht es um gute Führung – weil ein sicherer Rahmen, eine hilfreiche Orientierung gerade in Krisenzeiten wichtig ist, um das Kreative, das Innovative in uns in Gang zu setzen.

Wir haben in letzter Zeit oft über agile (Führungs-) Ansätze nachgedacht und so manches Unternehmen hat viel investiert, um agile Methoden im Unternehmensalltag einzusetzen und als modernes Mindset authentisch zu leben. 

Genau da sollten wir jetzt ansetzen und weiterdenken. Wenn Agilität hilft, Arbeitsprozesse schnell und flexibel anzupassen, um im Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben, dann gibt es eine wichtige Komponente, die nun – auf dem Hintergrund einer massiven Gesundheitskrise mit einschneidenden Folgen – konsequent mitgedacht werden sollte: die Gesundheit. Und zwar die Gesundheit von Menschen, die sich infizieren könnten (ganz egal ob mit oder ohne Vorerkrankung), die psychische Gesundheit von Menschen, die unter permanenter Quarantäne leiden und einsam werden, die Gesundheit von Mitarbeitenden und Führungskräften in Betrieben, die sich auf völlig neue, unsichere Arbeitssituationen einstellen müssen und die Gesundheit unserer Erde, die schon seit langem kurz vor dem Kollaps steht.

Wenn ich mich auf die Gesundheit der Führungskräfte konzentriere, ist spürbar geworden, dass viele Führungskräfte jetzt wissen möchten, wie gesundheitsförderliches Krisenmanagement aussieht, wie sie psycho-soziale Belastungen von Mitarbeiter*innen rechtzeitig erkennen können und welche betrieblichen Maßnahmen sie als Führungskraft ergreifen können, um gesundheits-wirksam zu handeln. Auch den eigenen Belastungsgrad im Blick zu behalten, steht jetzt im Vordergrund. Denn wenn man selbst am Limit ist, ist die Energie nicht da, Probleme zu lösen, schon gar nicht existenzrelevante Probleme für die Zukunft von Mitarbeitenden und Betrieben.

Das Konzept der Resilienz zeigt schon seit Jahrzehnen, wie die eigene mentale Widerstandkraft in Krisenzeiten gezielt aufgebaut werden kann. Hier sehe ich eine Chance, im Rahmen eines Ansatzes von „Neuer Führung“ wichtige Kompetenzen zu erwerben, die eine gute Balance zwischen dem Erhalt von Leistungsfähigkeit und von Gesundheit aufrecht erhalten.

Welche Kompetenzen sind das? Die bislang bekannten Führungskräfte-Schulungen vermitteln wichtige Kompetenzen für strategische Prozesse, für die Steuerung der  Arbeitsorganisation und der Arbeitsaufgaben von Mitarbeitenden, in den meisten Schulungen lernt man auch noch, wie Mitarbeitende motiviert werden können und manchmal auch, wie Konflikte gelöst werden können. Oft geht es darum, Gespräche so geschickt führen zu können, dass man eigene Interessen möglichst durchsetzt und im Rahmen der eigenen Karriere möglichst schnell weiter kommt.

Was oft zu kurz kommt, ist die Vermittlung von Führungskompetenzen, die ich Meta-Kompetenzen nenne. Meta-Kompetenzen sind im Unterschied zu Handlungskompetenzen Fähigkeiten, die nicht das konkrete Ausführen betreffen, sondern sich auf das „Wie“ des Handelns konzentrieren. Sie beinhalten persönliche Kompetenzen, die Fähigkeit zu abstrahieren und sich selbst und Prozesse zu beobachten. Diese Beobachtungsfähigkeit schließt z.B. einen Perspektivwechsel ein.

Metakompetenzen: 

  • Selbstreflexion rund um die eigene Führungsrolle und auch das eigene Führungsverhalten, u.a. 
  • Aktivierung eigener mentaler Stärken, die die eigene Selbstwirksamkeit erhöhen.
  • Förderung der eigenen Resilienzfaktoren als Vorbereitung für den Umgang mit Krisen, Veränderungen und Phasen der Unsicherheit.
  • Problem- und Konfliktlösungsansätze, die auf ein Win-Win-abzielen (s.a. Perspektivwechsel) anstelle einer individuellen Profilierungsstrategie, die nur die eigenen Interessen vertritt.
  • Kommunikationskompetenzen, die das kollegiale Netzwerken und den kollegialen Austausch fördern.

Wozu dienen diese Meta-Kompetenzen?

In den letzten Wochen wurde in der Öffentlichkeit viel darüber diskutiert, was jetzt wichtiger ist: den Lock-Down aufrecht zu erhalten, um die Gesundheit von Menschen zu gewährleisten oder den Lock-Down aufzuheben, um die Sicherheit und Überlebensfähigkeit von Unternehmen und Organisationen zu gewährleisten.

Die Zwickmühle, die bei dieser Fragestellung entsteht, ist gefährlich, es kann nicht darum gehen, sich zwischen der Gesundheit von Menschen und dem Überleben, bzw. der Gesundheit von Unternehmen zu entscheiden. Die Frage ist falsch gestellt, wenn sie uns in ein Entweder-Oder, in ein Dilemma führt.

Die Frage muss stattdessen lauten: was können wir tun, um beides in einer sinnvollen, praktisch umsetzbaren Balance herzustellen? Nur diejenigen, die gelernt haben, Meta-Kompetenzen in komplexen Problemsituationen einzusetzen, finden Auswege und Lösungen für Dilemmata. Die Chance, eine neue Führungshaltung gerade jetzt zu finden, eine Führungshaltung die uns aus den Zwickmühlenfragestellungen herausführt und uns unterstützt aus Gesundheit und (Arbeits-) Leistung keinen Widerspruch, sondern eine sinnvolle Synthese zu finden, sollte von Unternehmen und Organisationen ergriffen werden.

Online Workshop – Gesund führen in Krisenzeiten

Mit dem „Gesund führen“ ist es so ähnlich wie mit der eigenen Gesundheit: wenn alles okay ist, kümmern wir uns nicht weiter drum. Dann ist Gesundheit – und auch gesunde Führung – etwas Selbstverständliches.

Doch jetzt ist alles anders. Viele Unternehmen und Führungskräfte spüren, dass die Krise und die damit verbundenen Ausnahmesituationen in den Betrieben ein besonderes Führungsverhalten verlangen.

In unserem kostenlosen Online-Workshop „Gesund führen in Krisenzeiten“ am 09. April und am 17. April jeweils um 16.00-16.45 Uhr besprechen wir folgende Themen:

  • Was ist gesunde Führung und was nützt sie in der Corona-Krise?
  • Für welche momentanen Probleme kann ein gesundheitsgerechtes Führen eine Lösung sein?
  • Kurzer Selbst-Check: wie gesund führen Sie selbst?
  • Diskussion und Lösungsansätze: was ist jetzt zu tun?

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldungen unter info@zsconsult.de. Sie erhalten von uns einen Zugangslink.